dysgnathie

Oberkieferverbreiterung

Die Oberkieferverbreiterung, auch als chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung bezeichnet, wird notwendig, wenn der Oberkiefer des Patienten zu schmal ausgebildet ist und somit Platzmangel auf dem Zahnbogen herrscht. Dies kann zum einen zum Zahnengstand, zum anderen zum Fehlbiss der Oberkieferzähne in Bezug auf den Unterkiefer führen. Gerade bei erwachsenen Patienten, bei denen die Gaumennaht bereits verknöchert ist, kann die Verbreiterung nur auf diese Weise erreicht werden.

Wie die Oberkieferverlagerung wird auch dieser chirurgische Eingriff durch die Mundhöhle (intraoral) durchgeführt. Es verbleiben daher keine äußerlich sichtbaren Narben nach der Behandlung. Dazu wird der Oberkiefer mittig und seitlich vorsichtig geteilt und mit einer kieferorthopädischen Erweiterungsapparatur versehen, die mit einer Stellschraube ausgestattet ist.

Der chirurgische Eingriff zur Oberkieferverbreiterung kann stationär (3-Tage-Aufenthalt) in den kooperierenden Krankenhäusern (Evangelisches Krankenhaus Köln-Kalkk und St. Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind) in Köln durchgeführt werden. Privatversicherte oder Selbstzahler können zudem in den Operationsräumen der Klinik am Ring behandelt werden und hier auch den Komfort der praxiseigenen Privatstation in Anspruch nehmen. Hier findet eine 24-stündige Überwachung unserer Patienten vor Ort statt.

Je nach Umfang des Eingriffs beträgt die Operationsdauer etwa 30 bis 45 Minuten. Die Oberkieferverbreiterung findet unter Vollnarkose statt, wobei sich Ihre Kieferchirurgen gemeinsam mit dem Anästhesie-Team um Sie kümmern.

Für gewöhnlich folgt nach der Oberkieferverbreiterung ein stationärer Aufenthalt von zwei bis drei Tagen. Die weitere Nachsorge findet dann in der Praxis in der Klinik am Ring statt. Die Nahtentfernung erfolgt nach etwa zehn Tagen.

Ihre Kieferchirurgen in Köln stehen in engem Kontakt mit Ihrem Kieferorthopäden. Dieser wird Ihnen zeigen, in welchem Rhythmus Sie die kleine Stellschraube bewegen müssen, um eine Gaumennahterweiterung herbeizuführen.

In dem entstehenden Spalt des Gaumens bildet der Körper neue, stabile Knochensubstanz, was letztlich zur Verbreiterung des Oberkiefers führt. Nach ausreichender Weitung des Oberkiefers entfernt der Kieferorthopäde die Erweiterungsapparatur und führt die kieferorthopädische Feinjustierung der Zahnreihen durch.

Der Heilungsprozess nach der chirurgischen Oberkieferverbreiterung wird im Rahmen der Kontrolltermine in der Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Köln überwacht. Diese Termine finden parallel zu jenen beim Kieferorthopäden statt.

In unserer Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Köln beraten wir Sie gerne ausführlich zum Thema Oberkieferverbreiterung. Bitte vereinbaren Sie einen Gesprächstermin!